Pfingstfahrt 2019 im Teutoburger Wald

Am Wochenende des 07. bis 10. Juni 2019 ging es für eine bunt gemischte Gruppe aus dem ganzen Gau, also aus Recklinghausen, Wattenscheid und Letmathe, mit dem Zug in Richtung Rheine an der nördlichen Grenze von Nordrhein-Westfalen. Bei uns im Gau ist es zur Tradition geworden alle paar Jahre Pfingsten auch Fahrt zu gehen, dabei machen wir uns dann entweder zu Fuß oder mit Kanus auf dem Weg durch NRW. Dieses Mal war eine Gruppe aus fast 30 Pfadfindern aus den drei Gruppierungen zusammen unterwegs.

Am Freitag ging es bei strahlendem Sonnenschein vom Schwerter Bahnhof mit dem Zug durch nach Rheine, wo die Gruppe aus Letmathe auf die Teilnehmer aus den anderen Stämmen traf. Nachdem in Rheine die Lebensmittel für die erste Teilstrecke auf alle Mitfahrer verteilt wurden und sich alle umfassend begrüßt hatten, ging es bei immer noch strahlendem Sonnenschein los in Richtung Tecklenburg, dem Endziel unserer Tour. Leider schwang das Wetter im Laufe des Abends aber sehr stark um, hinzu Starkregen und (Sturm-)Böen, sodass wir uns zwischenzeitlich in Regenponchos und Schutzhüllen für unsere Wanderrucksäcke einpacken mussten. Glücklicherweise kam als wir an unserem angedachten Lagerplatz für Freitagabend angekommen waren, die Sonne wieder raus für einige sonnige Stunden am Abend. Ankommen am Lagerplatz heißt natürlich erstmal durchatmen vom Wandern, aber auch das Aufteilen auf die drei großen „Arbeitsbereiche“, die vor dem Schlafen gehen noch erfüllt werden müssen, dass sind zum einen das Aufbauen unserer Zelte für die Nacht und zum anderen Essen vorbereiten und Wasser holen für das Abendessen. Als wir schon einige Zeit auf dem Lagerplatz waren kam die „Schreckensnachricht“, dass wir uns in einem Eichenwald befinden, der sehr stark von Eichenprozessionsspinnern befallen war. [Dieses Raupenproblem begleitete die ganze Gruppe in Gedanken von da an bis zum Ende der Fahrt.] Der nette Bauer, bei dem wir schon unsere Wasserflaschen auffüllen durften, erlaubte uns bei ihm in einer Scheune unterzukommen. So bekamen wir spät am Freitagabend noch einen sicheren Schlafplatz für die Nacht.

Am Samstagmorgen verließ uns leider schon ein Teil der Gruppe aus gesundheitlichen Gründen, alle waren noch wenig bis gar nicht fahrtenerfahren, hatten sich deswegen überschätzt und waren körperlich nicht mehr in der Lage weiter an der Fahrt teilzunehmen. So ging unsere Gruppe von da an mit nur noch 20 Personen weiter. Am Samstag merkte man wie die Gruppe, die sich zum Teil erst seit einem Tag kannte, langsam richtig eng zusammenwuchs und bei den Sipplingen erste Kontakte über die Grenzen des eigenen Stammes hinaus geknüpft wurden. Samstagnachmittag kamen wir dann (endlich) im richtigen Waldgebiet an, dass uns für den Rest der Fahrt begleiten sollte und für die erschöpften Wanderern immer wieder ein Quell der Motivation war, weil die Schwere des Rucksacks endlich vom Waldboden abgefedert werden konnte und somit die Knie Entlastung erfahren konnten. Samstagabend fanden wir bei einer Jagdhütte einen sicheren, eichenprozessionsspinnerfreien [das war der Gruppe nach den Erlebnissen des Vortages besonders wichtig 😉 ] Lagerplatz mit kleiner Feuerstelle, an dem nach der Abendandacht, die auch auf Fahrt nie fehlen darf, der Tag mit Gesang und Gitarrenspiel ausklingen konnte.

Sonntag war mit Abstand der hügeligste Tag der Fahrt, es ging morgens ins Tal runter zum Flaschen-auffüllen und waschen(!) an einer öffentlichen Wasserstelle, wo wir dann auch unser Frühstück im Sonnenschein einnehmen konnten, und danach ging es wieder auf dem nächsten Berg rauf, um wieder auf unsere eigentliche Strecke zurückzukehren. So ging es den ganzen Tag weiter… Davon lässt sich eine Pfadfindergruppe aber natürlich nicht unterkriegen und so wurde während des Wanderns vielleicht etwas schief, aber dafür umso lauter alte Pfadfinderlieder geschmettert.

Montag begaben wir uns nach einem kleinen Abschlussgottesdienst in der Nähe von Tecklenburg auf den Rückweg nach Hause.

Das inoffizielle Motto der Fahrt wurde: „Eins kann uns keiner nehmen und das ist die pure Lust am Leben“, welches immer angestimmt wurde, wenn die Berge mal wieder zu steil anstiegen oder die Motivation bei den Jüngeren zu schwinden schien.

Die Fahrtenleitung möchte sich an dieser Stelle bei allen Teilnehmern bedanken, ohne die diese Tour nicht ansatzweise so schön gewesen wäre.

– Fabian

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